Mo 10 Dez 2007
Württemberg
Abgelegt unter Deutschland ::„Seliges Land! Kein Hügel in dir wächst ohne den Weinstock“. So pries der 1770 in Lauffen am Neckar geborene Dichter Friedrich Hölderlin seine Heimat. Bis heute hätte er damit recht: Vom Taubergrund bis zum Oberen Neckartal ziehen sich auf 11.600 Hektar die Rebhänge des Anbaugebietes Württemberg besonders gern. Rote Traubensorten liegen hier vor den weißen, damit ist Württemberg neben der Ahr das einzige echte Rotweingebiet im Weißweinland Deutschland.
Saftige, süffige tropfen, die zur „Veschper“ genauso viel Spaß machen wie einfach in geselliger Runde genossen. Der rauchfruchtige Schwarzriesling etwa, oder der anspruchsvolle, kräftige Lemberger, der sich auch gern an einer Festtafel aufhält. Spannend ist auch der Acolon, eine Kreuzung aus Lemberger und Dornfelder, der mit viel dunkelroter Kraft einfach Freude macht. Unter den Weißweinsorten spielt der Riesling die wichtigste Rolle.
Das sanfte Flussklima machte über die Jahre so manchen Schwaben zum gestandenen Weinbauern. Vor den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges lag die Anbaufläche am Neckar bei ungefähr 45.000 Hektar- wahrhaftig ein Rebenmeer! Aber Württemberger lassen sich nicht unterkriegen, und so hatte Hölderin im 19. Jahrhundert ebenso Grund dazu, den Rebenreichtum in der schönen Gegend zu bewundern, wie wir es heute zum Glück auch noch haben.

Dezember 11th, 2007 at 16:40
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