Rund 16.000 Hektar Rebfläche besitzt Deutschlands drittgrößte Weinregion. Das meiste davon liegt am Rhein, entlang des mächtigen Stromes ziehen sich sonnenverwöhnte Rebhänge. Betrachtet man die tägliche Wetterkarte, findet sich die wärmste Region Deutschlands meistens in Baden. Schwarzwald und Vogesen fangen kalte Winde zuverlässig ab. Baden gehört zur gleichen Klimakategorie wie das Elsass und die Loire und ist damit Deutschlands einziges offiziell als „südlich“ klassifiziertes Anbaugebiet. Die nicht nur räumliche Nähe zu Frankreich lässt sich in den Weinen nachschmecken.

Der Spätburgunder liebt die warmen Hänge Badens, insbesondere am Kaiserstuhl mit seinen vulkanischen Böden, und lässt sich, wie so manche rote Rebsorte, auch gern als Weißherbst keltern. Der rosafarbene Weißherbst entsteht durch die rasche Pressung der Trauben: Der köstliche Saft hat keine Chance, eine tiefrote Farbe anzunehmen, aber er nimmt einige Charakterstärken der zugrunde liegenden Rebsorte mit und präsentiert sich als Weißherbst mit stabilem Säuregerüst und saftiger art gerade das Richtige zum Treffen mit Freunden. Riesling gedeiht vorzüglich in der Ortenau, dort wird die Sorte auch Klingelberger genannt. Und der Weißburgunder mit seinem Verwandten, dem Grauburgunder, ist überall in baden ein stoffiger Könner, der wunderbar zum essen passt.

Gutes Essen ist in Baden wichtig. Nicht umsonst tummeln sich hier die meisten Sterne- Restaurants auf der deutschen Landkarte. In vielen gemütlichen Gaststuben quer durchs Ländle wird zelebriert, was das sanfte Klima hergibt.

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